Wie läuft die Psychotherapie ab?
Die Entscheidung für eine Psychotherapie ist für viele Kinder, Jugendliche und ihre Familien mit Fragen, Unsicherheit und oft auch Hoffnung verbunden. Deshalb ist es mir wichtig, den Ablauf transparent und verständlich zu gestalten. In meiner Praxis stehe ich Kinder und Jugendlichen im Rahmen einer verhaltenstherapeutischen Behandlung zur Seite – Schritt für Schritt, in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen.
1. Kontaktaufnahme
Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme, in der Regel per E-Mail oder Kontaktformular. Dabei können Sie kurz Ihr Anliegen schildern. Ich werde Sie bitten, sich vor unserem ersten Termin mit ihrer privaten Krankversicherung in Verbindung zu setzen und die Konditionen für eine Psychotherapie zu erfragen. Danach können wir einen Termin für ein erstes Kennenlernen vereinbaren. Selbstzahler können natürlich auf den Schritt mit der Krankenkasse verzichten.
2. Psychotherapeutische Sprechstunde
In der psychotherapeutischen Sprechstunde schauen wir gemeinsam auf die aktuellen Beschwerden, Belastungen und Fragen. Ziel ist es, zunächst zu verstehen, worum es geht und ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll und hilfreich sein kann. Bei Kindern und Jugendlichen findet dieses Gespräch je nach Alter und Anliegen gemeinsam mit den Sorgeberechtigten und –
altersentsprechend – auch mit dem Kind/Jugendlichen selbst statt.
3. Probatorische Sitzungen und Diagnostik
Wenn sich aus der Sprechstunde der Bedarf einer Therapie ergibt, folgen die probatorischen Sitzungen. Diese dienen dazu, sich gegenseitig besser kennenzulernen, ein genaueres Bild der Situation zu gewinnen und gemeinsam Ziele für die Behandlung zu entwickeln. Dabei erfolgen auch eine diagnostische Einschätzung sowie die Planung des weiteren Vorgehens.
Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es mir wichtig, auch das familiäre Umfeld angemessen einzubeziehen.
4. Die Therapiestunden
Die eigentliche Therapie findet in der Regel in 50-minütigen Sitzungen statt. In diesen Stunden arbeiten wir gemeinsam an den vereinbarten Zielen. Je nach Anliegen kann es zum Beispiel um den Umgang mit Ängsten, Zwängen, depressiven Symptomen, sozialen Unsicherheiten oder anderen psychischen Belastungen gehen.
5. Einbezug von Bezugspersonen
Bei Kindern und Jugendlichen ist der Einbezug der Eltern oder anderer wichtiger Bezugspersonen oft ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Je nach Alter und Thema finden daher auch begleitende Gespräche mit den Sorgeberechtigten statt. Ziel ist es, den Therapieprozess bestmöglich zu unterstützen und Veränderungen auch im Alltag zu festigen.
6. Abschluss der Therapie
Wenn die vereinbarten Ziele erreicht sind und sich eine stabile Verbesserung zeigt, bereiten wir gemeinsam den Abschluss der Therapie vor. Dabei blicken wir auf die Entwicklung zurück, sichern die erreichten Fortschritte und besprechen, wie das Erarbeitete im Alltag weiter umgesetzt werden kann. Ein gelungener Abschluss bedeutet nicht nur das Ende der Sitzungen, sondern auch einen guten Übergang in den Alltag mit mehr Sicherheit und Handlungsspielraum.
Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Form der Psychotherapie. Sie basiert auf der Annahme, dass Verhalten erlernt wird und somit auch wieder verlernt oder umgelernt werden kann. Sie hilft dabei, belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und zu verändern.
Gemeinsam entwickeln wir konkrete Schritte, die im Alltag unterstützen.
